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Land der Seen

Mecklenburg-Vorpommern ist die beliebteste Reiseregion Deutschlands: Etwa sieben Millionen Gäste besuchen jedes Jahr die kilometerlangen Sandstrände der Inseln und Halbinseln der Ostsee und die Natur im Binnenland. Auch die Städte mit ihrer reichen Kultur sind begehrte Reiseziele, darunter die beiden Hansestädte Wismar und Stralsund, die seit 2002 zum UNESCO-Welterbe gehören. In Mecklenburg-Vorpommern, das im Nordosten Deutschlands liegt, gibt es über 2.200 Seen, die meisten von ihnen sind über enge Kanäle miteinander verbunden. Die Müritz, im Herzen des Nationalparks Müritz gelegen, ist mit einer Fläche von 117 km² der größte vollständig innerhalb Deutschlands gelegene See – ein Paradies nicht nur für Kraniche und Fischotter, sondern auch für Ornithologen.
Die lange Geschichte des Landes spiegelt sich auch in den über 2000 Schlössern, Guts- und Herrenhäusern im ganzen Land wider. Nirgendwo in Europa gibt es mehr auf einer vergleichbaren Fläche.

Kreidefelsen und Buchenwälder

Das Küstenland Mecklenburg-Vorpommern grenzt im Westen an Schleswig-Holstein und im Osten an Polen. Er weist eine Küstenlänge von fast 2.000 km auf, davon 337 km Außenküste und 1.568 km Boddenküste. Zu Mecklenburg-Vorpommern gehören fünf Inseln mit einer Fläche von mehr als 15 km², die größte davon ist mit 926 km² die Insel Rügen. Ihre Kreidefelsen, die teilweise eine Höhe von 117 Metern erreichen, sind vom Maler Caspar David Friedrich verewigt worden. Auf Rügen steht auch einer der fünf „Alten Buchenwälder Deutschlands“, die Teil des UNESCO-Welterbes und über 700 Jahre alt sind. Mecklenburg-Vorpommern gehört zum Norddeutschen Tiefland und beherbergt drei Nationalparks, sechs Naturparks und drei Biosphärenreservate. Es ist das am dünnsten besiedelte Bundesland. Seine Hauptstadt ist Schwerin.

Vorrang für nachhaltige Entwicklung

Da Mecklenburg-Vorpommern von dieser einzigartigen Naturkulisse profitiert, stellt der Tourismus einen der wichtigsten Wirtschaftszweige des Landes dar. Nach Angaben der Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen (FUR) e.V. nimmt das Bundesland unter den beliebtesten Reisezielen der Deutschen hinter Spanien, Italien und der Türkei den vierten Platz ein. Fast 68 % des Stroms werden durch Windkraft, Biomasse, Wasserkraft oder Solaranlagen gewonnen. Damit nimmt Mecklenburg-Vorpommern eine Vorreiterrolle unter den Ländern ein. Das Bundesland profitiert von einer gut aufgestellten maritimen Industrie, und 2011 wurde der Offshore-Windpark Baltic I vor der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst eingeweiht. Weitere bedeutende Branchen sind die Nahrungsmittelindustrie, Holz- und Landwirtschaft sowie die Gesundheitswirtschaft.
Die Hochschulen des Landes bieten in vielen Zukunftsfeldern wie High Tech, Umwelt, Biologie und Medizin innovative Studiengänge.

Konzerte an einzigartigen Spielstätten

Theater, Orchester, Museen, Festspiele und Festivals begeistern jedes Jahr hunderttausende Besucherinnen und Besucher mit einem breiten Repertoire sowie mit Kunstsammlungen und Kunstschätzen internationalen Ranges von der Antike bis zur Gegenwart. Die im Jahr 1990 gegründeten Festspiele Mecklenburg-Vorpommern sind mittlerweile das drittgrößte Klassikfestival Deutschlands. Festspielorte sind prächtige Schlossparks und Backsteinkathedralen genauso wie Scheunen, Industriehallen und Fabriken. In Mecklenburg-Vorpommern findet außerdem seit 1997 eines der ungewöhnlichsten deutschen Festivals statt, das Fusion Festival. Auf dem ehemaligen sowjetischen Militärflughafen Rechlin-Lärz kommen hier für vier Tage mehrere hundert Bands und DJs hauptsächlich aus dem Bereich der elektronischen Musik zusammen.

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