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Europa im Herbst 2020. Earth Speakr, das große Kunstwerk des isländisch-dänischen Künstlers Olafur Eliasson zur deutschen EU-Ratspräsidentschaft, verbreitet sich in den Mitgliedsstaaten der EU. Von Rumänien bis Spanien, von Griechenland bis Belgien, von Finnland bis Bulgarien laden die deutschen Auslandsvertretungen und Goethe-Institute vor Ort Kinder und Jugendliche Europas ein, der Politik ihre Meinung zu sagen. 

Was wünscht Ihr euch für die Zukunft Europas und des Planeten? Was erwartet Ihr von den Entscheidungstragenden in der EU? Die Kindernachrichten klingen durch ganz Europa: Weniger Plastikmüll, mehr Recycling. Weniger Autos, mehr öffentlicher Nahverkehr. Achtet auf das Wohl der Tiere, fördert umweltverträgliche Ernährung. Und die Politik hört zu. 

Deutsche Auslandsvertretungen in ganz Europa unterstützen Earth Speakr durch physische Veranstaltungen und Online-Formate. Wir richten einen Blick auf sechs Vertretungen, an denen im Oktober und November Veranstaltungen im Rahmen von Earth Speakr stattfanden. Viele hochrangige Politikerinnen und Politikerinnen waren zu Gast und haben neugierig und offen mit den Kindern und Jugendlichen diskutiert. Weitere Veranstaltungen folgen in den kommenden Wochen.

Entdecken Sie Stimmen der Kinder Europas: 

„Was wünscht Ihr Euch für die Zukunft?“ - Impressionen aus sechs Ländern

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Earth Speakr-Abschlussfeier an der deutschen Schule Bukarest: Botschafter Cord Meier-Klodt (li) und Staatspräsident Klaus-Werner Johannis (Mitte) begrüßen Schülerinnen und Schüler © Deutsche Botschaft Bukarest
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Bukarest, 5.Oktober 2020, Abschlussveranstaltung in Rumänien zum zentralen Kulturprojekt der deutschen EU-Ratspräsidentschaft, Earth Speakr. Verknüpft mit der Feier zum Tag der Deutschen Einheit und dem Weltbildungstag findet die Veranstaltung auf dem Campus der neueröffneten Deutschen Schule Bukarest statt. Der rumänische Staatspräsident Klaus-Werner Johannis und der deutsche Botschafter Cord Meier-Klodt sind live vor Ort, Bundespräsident Walter Steinmeier schickt eine Videobotschaft. Bis zu 600 prominente Gäste aus Politik, Kultur und Wirtschaft sind im Livestream zugeschaltet – darunter politische Persönlichkeiten wie Premierminister Orban, Kabinettsmitglieder, der Vorsitzende des Verfassungsgerichts, der Präsident der rumänischen Nationalbank und Intellektuelle wie die Schriftstellerin Ana Blandiana oder der Historiker Lucian Boia. 

Zu den Höhepunkten gehören die Earth-Speakr-Nachrichten projiziert auf Motive in der Umgebung, die vier Jugendliche auf der Bühne präsentieren: „Wenn das Wasser verschmutzt ist, hat das Auswirkungen auf das gesamte Ökosystem“, sagt ein See. „Ich möchte Menschen beherbergen, die saubere Luft atmen“, verlangt ein Hochhaus in der Stadt. „Worte reichen nicht, lasst uns an die Arbeit gehen“, fordert ein Schild im Park. 

140 Earth Speakr-Nachrichten für Europa 

In Workshops des Goethe-Instituts Bukarest waren die Nachrichten Ende September erstellt worden. 33 Schülerinnen und Schüler hatten an zwei Wochenenden vor Ort und virtuell mit NGOs über Ökologie, Tierschutz und städtisches Leben diskutiert und 140 Messages mit der Earth Speakr-App aufgenommen.

Kümmert euch um die Natur, Erwachsene! 

„Es war beeindruckend mit welchem Elan die Jugendlichen dabei waren“, sagt Mitorganisatorin Birgit von Hellfeld. In Rumänien seien Themen wie Recycling, Plastikvermeidung, Tier- und Umweltschutz noch nicht vollständig im allgemeinen Bewusstsein angekommen. „Umso mehr empfanden die Jugendlichen die Workshops selbst als perfekte Gelegenheit, Politikerinnen und Politikern am 5.Oktober mit Nachdruck ihre Meinung zu übermitteln. Dazu Botschafter Meier-Klodt: “Dass diese zuhören und ihnen für ihr Engagement danken wie Staatspräsident Johannis, ist für alle etwas ganz Besonders.„ Eine Schülerin zieht zum Abschluss auf der Bühne selbstbewusst Bilanz: “Wir sprechen zu euch, Erwachsene. Wenn ihr euch heute nicht um die Natur kümmert, werden wir morgen nichts mehr haben, um das wir uns kümmern können.„

Bulgarien: “Der direkte Dialog gehört zu einer aktiven Demokratie.„

Diskussionsrunde mit Botschafter Christoph Eichhorn (Mitte) bei der Earth Speakr-Veranstaltung im Goethe-Institut Sofia © Iliyan Ruzhin
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Sofia, 15.Oktober 2020. Etwa vierzig Schülerinnen und Schüler von Sofioter Gymnasien haben sich im Goethe-Institut Sofia versammelt, mit Abstand und Masken. Sie sind 12 bis 15 Jahre alt und haben keine Scheu, den Entscheidungsträgern, die ihnen heute gegenübersitzen, ihre Meinung zu sagen. Denn sie sind gut vorbereitet. In einem ersten Workshop hatten sich die Jugendlichen zuvor mit Umweltthemen beschäftigt und Earth Speakr-Nachrichten aufgesprochen. 

Heute wenden sie sich damit direkt an die Politik: Unterstützt lokale Produzenten und saisonale Produkte, statt Obst und Gemüse aus Übersee zu beziehen. Tut etwas gegen Nahrungsmittelverschwendung. Regt Gartenbesitzer an, überschüssiges Obst und Gemüse zu verschenken, statt es verfaulen zu lassen. Eine gute Idee, findet das die stellvertretende Bürgermeisterin von Iztok, Kamelia Kurkchieva.  

Fahrradfahren fördern oder Straßen bauen?

Mit Nikolay Borisov Alexandrov, Bezirksbürgermeister von Oborishte diskutieren die Schülerinnen und Schüler über Plastikmüll, Wasserverschwendung und Luftverschmutzung in der Stadt. Mehr Fahrradwege und kostenlosen öffentlichen Nahverkehr wünschen sich die Jugendlichen. “Was sagen aber die Bürger, die den ÖPNV nicht nutzen?„, gibt Bürgermeister Alexandrov zu bedenken. “Sollte man vielleicht stattdessen eher in Straßen investieren, die nützen dem Individualverkehr UND dem ÖPNV und damit mehr Bürgern?„

Zuvor hatten Kinder bei einem Earth Speakr-Workshop in Sofia Nachrichten aufgenommen © Iliyan Ruzhin
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Gemeinsam für ein sauberes Viertel 

Der deutsche Botschafter Christoph Eichhorn ermuntert, bei solchen kontroversen Themen das Gespräch mit der Politik zu suchen und seine Bedürfnisse zu äußern: “Das ist aktive Demokratie„. Der direkte Dialog mit Behördenvertretenden ist ein guter Weg, um junge Menschen einzubinden. Botschafter Eichhorn schlägt eine gemeinsame Aktion für ein sauberes Viertel vor: “Am World Clean Up Day treffen wir uns und packen alle gemeinsam an: die Botschaft, die deutschsprachigen Schulen und unser Stadtteil Izgrev. Zusammen wird es ein Erfolg.„ 

Botschafter Arz von Straussenburg (Mitte stehend) begrüßt zur Abschlussveranstaltung von Earth Speakr in Helsinki Kinder und Europaministerin Tytti Tuppurainen (re) © Deutsche Botschaft Helsinki
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Helsinki, 4.November. Sachkundige Gäste sind in die deutsche Botschaft gekommen, um mit Kindern über die Zukunft Europas und des Planeten zu diskutieren: Europaministerin Tytti Tuppurainen, Petra Laiti, Aktivistin für Sámi-Angelegenheiten und Umwelt-Ökonom Miika Korja. “Earth Speakr bringt die nächste Generation und die heutigen Entscheidungsträger europaweit zusammen. Das ist wichtig, denn alles, was heute in Brüssel diskutiert wird, hat Auswirkungen auf die Welt von morgen„, sagt zum Auftakt der deutsche Botschafter Konrad Arz von Straussenburg und heißt die vier Schülerinnen und Schüler einer 5. Klasse aus Helsinki willkommen.

Beeindruckend kenntnisreiche Diskussionen 

Die Kinder hatten vorab in Workshops am Goethe-Institut zahlreiche Earth Speakr-Nachrichten aufgenommen: Kümmert euch um das Tierwohl, um eine saubere Natur und fördert Elektroautos. Über diese Botschaften wird jetzt diskutiert. “Es war beeindruckend wie kenntnisreich die Schülerinnen und Schüler mit unseren Gästen diskutierten„, sagt Nora Fritzsche, Pressereferentin der Deutschen Botschaft in Helsinki. Zum Beispiel über die Schwierigkeiten, im dünn besiedelten Flächenland Finnland gesprochen, nachhaltige Lösungen umzusetzen. Recyclingmaßnahmen etwa sind schwer effizient zu organisieren, auch ist der Großteil der Bevölkerung auf das Auto angewiesen. 

Schülerinnen und Schüler bei der Earth Speakr-Abschlussveranstaltung in Helsinki © Deutsche Botschaft Helsinki
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Earth Speakr-Nachrichten geben Rückhalt bei der politischen Arbeit

Und was kann man gemeinsam den Klimaschutz tun?, diskutieren Kinder und Erwachsene. In Familie, Freundeskreis, Verein und Schule über das Thema sprechen zum Beispiel. Auf Recycling achten, wenig Fleisch essen und den Konsum beschränken. “Helfen denn die Earth Speakr-Nachrichten?„, will ein Kind wissen. Die Antwort lässt keinen Zweifel: Ja, sogar sehr, denn sie helfen Entscheidungstragenden dabei, sich auf das Ziel zu konzentrieren und geben Rückhalt bei der politischen Arbeit. Sie bringen neue Ideen und zeigen, dass es überall in Europa ähnliche Sorgen gibt.

Mehr als 150 Follower verfolgen die Story zur Veranstaltung auf Instagram, 250 rufen den Stream anschließend bei You Tube auf. Für Europaministerin Tuppurainen ist es mit dem Besuch in der Botschaft nicht getan: Sie will die Kinder demnächst in ihrer Schule besuchen. 

Ein Mädchen nimmt eine Nachricht bei der Earth Speakr-Veranstaltung in Brüssel auf © Lillo Mendola
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Brüssel-Molenbeek, Jugendzentrum Foyer des Jeunes im Herbst. Anfangs sind die Kinder schüchtern. Was wird hier von uns erwartet, was dürfen wir tun? Dann halten alle Handys in der Hand, die Earth Speakr App ploppt auf, erste Probeaufnahmen werden gemacht – und plötzlich sprudeln die Ideen. Die Kinder beginnen mit ihren Aussagen zu experimentieren, probieren unterschiedliche Bilder aus, die sie ihren Nachrichten hinterlegen. Schneiden Grimassen, kichern, helfen und ermutigen sich gegenseitig.  “Es war toll zu sehen, wie das Projekt eine gemeinschaftliche Sache wird„, sagt Marlena von Wedel, Koordinatorin Kulturprogramm im Rahmen der EU-Ratspräsidentschaft am Goethe Institut in Brüssel. 

Telefonkonferenz mit der deutschen Botschaft

10. November. Abschlussrunde der dreiteiligen Workshop-Reihe zu Earth Speaker in Brüssel Molenbeek, einem Viertel mit vielen Einwandern und bildungsfernen Familien. Acht Kinder und Jugendliche zwischen 8 und 15 Jahren nehmen teil. In den ersten Beiden Workshops haben sie über Klimaschutz diskutiert und Earth Speakr-Nachrichten aufgenommen. Heute ist die Telefonkonferenz mit der deutschen Botschaft. Der ständige Vertreter des deutschen Botschafters in Belgien, Volker Timmermann, hört genau zu und macht Notizen. “Ich fahre gerne Fahrrad, aber es gibt zu viele Autos„, kritisieren die Kinder. “Schafft mehr Grün und Waldgebiete in unseren Städten.„ “Stoppt die Erderwärmung, sonst haben die Tiere keinen Platz mehr, um auf ihr zu leben.„ Timmermann: “Eure Nachrichten gebe ich an die Politikerinnen und Politiker in Europa weiter.„

Kinder tauschen sich in Brüssel mit Politikerinnen und Politikern über ihre Vorstellungen von der Zukunft aus © Lillo Mendola
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Begeistert vom technischen Aspekt des Projekts

Johann Baiwir, Wokshop-Leiter am Foyer des Jeunes blickt zurück: “Die jungen Menschen waren vom technischen Aspekt des Projekts begeistert. Der Austausch von Videoclips über soziale Netzwerke ist bei Jugendlichen zu einer verbreiteten Praxis geworden. In der Lage zu sein, wie die Erwachsenen zu handeln und ihre Schöpfung auf der Earth Speakr-Website zu sehen, war für sie eine große Motivation. Wir waren sehr überrascht, wie sehr sich die Kinder der Umweltprobleme bewusst sind und ganz konkrete Ideen haben. Sichtlich stolz waren sie, ihre Arbeit vor offiziellen Vertretern präsentieren zu können. „ 

Videodiskussion beim Earth Speakr-Workshop in Athen: Kinder und Jugendliche im Gespräch mit Alexandra Mitsotaki, World Human Forum, (oben Mitte) und dem Europaabgeordnetem Stelios Kympouropoulos (oben rechts) © Auswärtiges Amt/Botschaft Athen
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Athen, 14.November. Eine Abschlussveranstaltung per Video? Das klingt nach einem schwerfälligeren Format als eine Begegnung vis-à-vis vor Ort. Sonja Bohnet, Leiterin des Kultur- und Pressereferats  an der deutschen Botschaft in Athen: “Doch dann entstand ein richtig lebendiger, anregender Austausch zwischen Jugendlichen und Erwachsenen.„ Neunzig Minuten lang dauert die Abschlussveranstaltung per Livestream zu Earth Speakr in Griechenland, zu der das Goethe-Institut Athen in Zusammenarbeit mit der deutschen Botschaft eingeladen hat. Acht Schülerinnen und Schüler präsentierten per Power Point und Video ihre Ideen und Earth Speakr-Nachrichten für die Zukunft Europas und des Planeten, die sie in vorab in online-Workshops des Goethe-Instituts entwickelt hatten. Sie rufen die politisch Verantwortlichen auf, mehr gegen die Verschmutzung der Meere zu tun, in Erneuerbare Energien zu investieren, auf Recycling zu setzen und in der Schule die Aufklärung über Umweltthemen in den Vordergrund zu stellen. 

Demokratie erfordert respektvolle Kommunikation 

Und die Entscheidungstragenden hören zu: Der 35-jährige griechische Europaabgeordnete Stelios Kympouropoulos und Alexandra Mitsotaki, Präsidentin der NGO “World Human Forum„ und Schwester des griechischen Ministerpräsidenten Kyriakos Mitsotakis, sind zugeschaltet.  Wie wichtig ein offenes Ohr für die Belange der Jugend ist, hebt Botschafter Ernst Reichel in seiner Videobotschaft hervor: “Respektvolle, ernsthafte und auf Tatsachen beruhende Kommunikation ist der wichtigste Baustein für ein gutes und demokratisches Zusammenleben. Nur so können in einer partizipativen Demokratie alle eine Stimme haben, die gehört wird.„

Eine der Kinderbotschaften: Benutzt weniger Einweg-Verpackungen! © Auswärtiges Amt/Botschaft Athen
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Impulse für Umweltdebatte 

“Mit der Earth Speakr-Veranstaltung haben wir in der öffentlichen Diskussion über Umweltschutz und Europa mit jungen Menschen in Griechenland Impulse setzen können„, resümiert Bohnet. “Das ist ein wichtiger Schritt, denn hier stehen Nachhaltigkeitsthemen derzeit nicht im Vordergrund.„ Die Jugendlichen fassten ihre Pläne in einem Satz zusammen: “Unser Ziel ist, dass unsere Stimme durch dieses Projekt gehört wird und dass wir es schaffen, die Welt zu motivieren, Maßnahmen zu ergreifen, die nicht nur der Umwelt, sondern auch uns selbst helfen.„ Alexandra Mitsotaki ist optimistisch: Es ändere sich gerade etwas. Eine Diskussion wie diese zum Beispiel, sagte sie zum Abschluss, hätte es vor fünf Jahren nicht gegeben.

Wo im Dezember 2019 Greta Thunberg zum Weltklimagipfel ihre Pressekonferenz gab, diskutieren heute Kinder und Jugendliche mit Politikerinnen und Politikern                                                                                        © José Alberto Puertas
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Madrid, 18.November, 18 Uhr. Im hohen Lichthof des Kulturzentrums La Casa Encendida im Zentrum der spanischen Hauptstadt füllen sich die Plätze. 45 Gäste nehmen in den Stuhlreihen Platz, die in konzentrischen Kreisen hintereinander angeordnet sind. Heute soll es keine Bühne geben, sondern eine gleichberechtigte Diskussion. Egal ob der deutsche Botschafter, Wolfgang Dold, die Leiterin des spanischen Büros für den Klimawandel im Umweltministerium, Valvanera Ulargui, der Vertreter der EU-Kommission in Spanien, Jochen Müller, oder die etwa zwanzig Schülerinnen und Schüler zwischen acht und fünfzehn Jahren, die heute zur Abschlussveranstaltung von Earth Speakr in Spanien in die Casa Encendida gekommen sind – alle sollen auf Augenhöhe ins Gespräch kommen. Von der Leinwand am Kopfende des Saales strahlt ein Mädchen, nur die Hälfte ihres Gesichtes ist zu sehen, die andere ergänzt eine ebenfalls lächelnde Erde. Denn um Beider Schicksal geht es bei Earth Speakr: Die Zukunft des Planeten und die Wünsche der Kinder, die noch sehr lange auf ihm leben werden. 

Weniger Plastikmüll, weniger Luftverschmutzung, weniger CO2

Was sich die Kinder Spaniens für die Zukunft der Erde wünschen haben sie seit Oktober in drei Workshops im Goethe Institut Madrid aufgenommen und mit der Earth Speakr-App durch Europa geschickt: Sie möchten weniger Plastikmüll, weniger Luftverschmutzung und weniger CO2 in der Atmosphäre. Sie wünschen sich mehr öffentlichen Nahverkehr statt Autos und Nahrungsmittel, die nicht auf Kosten der Umwelt hergestellt werden. Heute wird in der Casa Encendida über ihre Vorstellungen mit den Vertreterinnen und Vertretern aus der Politik diskutiert. 

“Wir werden noch nicht genug gehört„, sagt Martina di Paula von Fridays for Future Spanien   © José Alberto Puertas
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Wir müssten noch viel mehr gehört werden

Die Atmosphäre ist locker und entspannt, Moderatorin Cristina Monge versteht es, die Kinder zu Fragen zu ermutigen. “Es ist gut, dass wir hier offen mit der Politik diskutieren„, sagt Martina di Paula von Fridays for Future Spanien, “wir müssten eigentlich noch viel mehr gehört werden„.  Die Teilnehmenden sind sich einig: Partizipation von Kindern und Jugendlichen ist genauso wichtig wie Bildung. “Es wurde so angeregt diskutiert, dass wir statt einer eineinhalb Stunden diskutiert haben,  eine Dauer, die in Spanien coronabedingt nicht überschritten werden sollte„, sagt Christoph Dorschfeldt, Leiter des Kulturreferats an der Botschaft Madrid. Die Veranstaltung wurde aufgezeichnet, in den nächsten Tagen ist sie auf You Tube zu sehen.